Herzlich Willkommen!

Videoeinladung des Kongresspräsidenten Univ.-Prof. Dr. med. Michael P. Manns:

 

 

Grußwort

Prof_Manns_

Liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Mitglieder der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin, liebe Gäste,

sehr gerne lade ich Sie im Namen der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM) zum 120. Kongress der DGIM vom 26.-29. April 2014 nach Wiesbaden ein. Der 120. Internisten-Kongress wird in der Tradition seiner Vorgängerkongresse stehen und Ihnen ein umfangreiches Wissenschafts- und Fortbildungsprogramm präsentieren. Die seit dem Jahre 2010 abgeänderte Zeitstruktur des Kongresses mit der vollen Einbeziehung des Samstags und des Sonntags in das wissenschaftliche Programm eröffnet allen Kolleginnen und Kollegen in den Kliniken und Praxen verbesserte Möglichkeiten, an unserem Kongress teilzunehmen.
Wir betrachten das Kongressprogramm als ein „lernendes System“, welches ständig fortentwickelt und verbessert werden soll und muss, um einerseits einen Überblick über die gesamte Innere Medizin mit all ihren Schwerpunkten zu liefern, andererseits aber auch neueste Entwicklungen aus der Forschung zu präsentieren, die direkten Einfluss auf den klinischen Alltag in der Inneren Medizin haben. Das Kongress-
team 2014 hat sich als Aufgabe gesetzt, dieses „lernende System“ weiter zu optimieren, zum Wohle aller Kongressteilnehmer: unserer Mitglieder und unseres klinischen und wissenschaftlichen Nachwuchses. Das Kongressteam wird sich sehr bemühen, nicht zuletzt auch die jungen Nachwuchskliniker und Nachwuchswissenschaftler für diesen Kongress zu begeistern und, sofern noch nicht geschehen, sie an eine Mitgliedschaft in der DGIM heranzuführen.

In den letzten Jahren haben sich die Jahreskongresse der Schwerpunktgesellschaften der Inneren Medizin sehr erfolgreich entwickelt.
Der Jahreskongress der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM) möchte nicht zu diesen Jahreskongressen der Schwerpunktgesellschaften in Konkurrenz treten, sondern diese vielmehr ergänzen. Der DGIM-Kongress in Wiesbaden möchte als fortgeschriebenes Handbuch der Inneren Medizin den aktuellsten Überblick über das gesamte Spektrum der Inneren Medizin „unter einem Dach“ liefern. Somit ist es den allgemeininternistisch tätigen Kollegen sowie den Vertretern der verschiedenen Schwerpunkte der Inneren Medizin möglich, innerhalb kürzester Zeit einen Überblick über wesentliche Weiterentwicklungen aller Schwerpunkte der Inneren Medizin zu erhalten. In dieser Hinsicht hat der DGIM Kongress ein Alleinstellungsmerkmal. In diesem Zusammenhang sei auch darauf verwiesen, dass 60 Prozent aller Krankenhausabteilungen der Inneren Medizin noch immer den Namen „Allgemeine Innere Medizin“ tragen. Die ärztliche Weiterbildung in der Inneren Medizin sieht bekanntlich einen „Common Trunk“ für die ersten drei Jahre vor, der allgemeine Innere Medizin vermitteln soll, bevor die weitere Spezialisierung zum Allgemein- oder Schwerpunktinternisten erfolgt. Sowohl für die Weiterbildungsassistenten der Inneren Medizin wie auch für Fachärzte in Praxen, Oberärzte und leitende Krankhausärzte soll dieser Kongress die Möglichkeit bieten, von den besten Experten der Inneren Medizin in Deutschland die aktuellsten Entwicklungen vermittelt zu bekommen. Neben der Darstellung der Entwicklungen in den verschiedenen Schwerpunkten ist es ein besonderes Anliegen der DGIM-Kongresse, fachübergreifende internistische, aber auch interdisziplinäre Themen aufzugreifen und zu erörtern. Dies betrifft nicht nur die fachübergreifende Darstellung überlappender und gemeinsamer Problemfelder aus der Inneren Medizin, sondern auch gemeinsame Themengebiete mit den Nachbardisziplinen der Inneren Medizin. Beispiele sind die Viszeralmedizin, gekennzeichnet durch die zunehmende Partnerschaft von Gastroenterologen und Viszeralchirurgen sowie im Bereich der Geriatrie die immer enger werdende Partnerschaft zur Neurologie. Ein weiterer Schwerpunkt wird bei diesem Kongress die besondere Bedeutung der Pathologie für die Innere Medizin sein. In verschiedenen Bereichen der Inneren Medizin wurde in den letzten Jahrzehnten die Endoskopie zu einem wesentlichen nicht nur diagnostischen, sondern auch therapeutischen Spezialgebiet entwickelt, welches ohne enge Kooperationen mit der Histo-Pathologie undenkbar ist. Die Entwicklung der „Targeted Therapies“ in der Onkologie ist auch ein direktes Ergebnis einer intensiven Partnerschaft mit der Pathologie.
Der Jahreskongress der DGIM hat sich in den letzten Jahren zu einem – wenn nicht dem – führenden Kongress für die ärztliche Fort- und
Weiterbildung der gesamten Inneren Medizin entwickelt. Gerade deshalb hat das Kongressteam 2014 das Leitthema „FORSCHUNG WIRD ZU MEDIZIN“ gewählt. Das Leitthema des Kongresses „FORSCHUNG WIRD ZU MEDIZIN“ soll zeigen, wie wesentlich doch die Innere Medizin mit allen ihren Schwerpunkten in den letzten Jahren und Jahrzehnten von der medizinischen Grundlagenforschung profitiert hat. Translationsforschung ist heutzutage in aller Munde und wird politisch besonders gefördert. So hat die staatliche Forschungsförderung intensiv in den Bereich der translationalen Forschung investiert. Die Innere Medizin mit all ihren Schwerpunkten steht modellhaft für die Translationsforschung, d.h. die Übertragung grundlagenwissenschaftlicher Forschungsergebnisse in verbesserte Diagnostik, Prävention und Therapie für unsere Patienten. Translationsforschung soll Türen, Tore und Pforten öffnen. Die sich öffnende Goldene Pforte des Schlosses Herrenhausen in Hannover wurde daher für das Kongresslogo 2014 ausgewählt.

… weiterlesen

Dieses Logo soll symbolisch die Möglichkeiten der modernen Medizin andeuten, welche dank des Fortschritts translationaler Forschung erarbeitet wurden. Die Goldene Pforte des Schlosses Herrenhausen zu Hannover stellt auch eine Verbindung her zum Arbeits- und Lebensmittelpunkt des DGIM Präsidenten 2014 und des Kongressteams 2014. Das Schloss Herrenhausen zu Hannover wurde im 17. Jahrhundert von den Welfen errichtet, umgeben von einem der bedeutendsten Barockgärten Europas. Es wurde 1943 im 2. Weltkrieg zerstört und ab 2009 von der Volkswagenstiftung wieder im klassizistischen Stil nahezu originalgetreu wiederaufgebaut; es wird seit Januar 2013 als Zentrum für wissenschaftliche Begegnungen genutzt. Das wenig entfernt gelegene Schloss der Hannoverschen Könige, das Welfenschloss, ist Hauptgebäude der Leibniz Universität Hannover. Zum ersten Mal wird im Jahre 2014 der Internistenkongress von einem Präsidenten aus Hannover, einem Internisten der Medizinischen Hochschule Hannover geleitet, auch dafür ist die Goldene Pforte ein Symbol. Die Medizinische Hochschule Hannover (MHH) wurde 1965 gegründet und ist z.Zt. die einzige Medizinische Hochschule in Deutschland. Die MHH ist stolz auf ihre Selbstständigkeit neben den weiteren Hochschulen der Stadt wie Leibniz Universität, Musikhochschule und Tierärztliche Hochschule. Das an der MHH entwickelte und gepflegte Prinzip einer selbstständigen Hochschule nach dem sogenannten Integrationsmodell, d.h. der Einheit von Forschung, Lehre und Krankenversorgung, wurde inzwischen auch in Österreich übernommen mit Etablierung selbstständiger Medizinischer Universitäten von Wien, Innsbruck und Graz. Nicht nur deshalb wurde Österreich zum Partnerland für den Internistenkongress 2014 ausgewählt.

Dem Leitthema des Kongresses folgend „FORSCHUNG WIRD ZU MEDIZIN“ werden bei der DGIM 2014 besonders praxisnahe nationale Großforschungsverbünde mit translationalem Charakter dargestellt. In den letzten Jahren hat die Politik insbesondere große Verbünde translationaler Forschung gefördert, bei denen die großen Volkskrankheiten der Inneren Medizin häufig im Zentrum stehen. Zu diesen gehören die seit Ende der 90iger Jahre geförderten Kompetenznetze der Medizin. Beispiele hierfür sind Kompetenznetze für Vorhofflimmern, Diabetes, Rheuma, ambulant erworbene Pneumonien, Hepatitis, HIV, Sepsis, maligne Lymphome, chronisch entzündliche Darmkrankheiten und einige mehr. Weitere große Forschungsprojekte des BMBF stellen die integrierten Forschungs- und Behandlungszentren dar, die sogenannten IFBs, mit Themen wie z.B. Prävention der Herzinsuffizienz und ihrer Komplikationen, Adipositas, Thrombose – Hämostase, Transplantationsmedizin oder chronische Immundefizienz. In jüngster Zeit wurden für die wesentlichen Volkskrankheiten unseres Landes die großen nationalen Gesundheitsforschungszentren aus der Taufe gehoben, in deren Zentrum jeweils ein Helmholtzinstitut steht, verbunden mit mehreren kompetitiv ausgewählten Partner-universitäten. Beispiele für die nationalen Gesundheitsforschungszentren sind das Deutsche Zentrum für Infektionsforschung, das Deutsche Zentrum für Lungenforschung, das Deutsche Zentrum für Herz-Kreislauf Forschung, das Deutsche Zentrum für Diabetesforschung und das Deutsche Konsortium für Translationale Krebsforschung. Wesentliche klinische Symposien des DGIM Kongresses 2014 werden daher unter der Patenschaft dieser translationalen Forschungsverbünde stehen und die Ziele und Ergebnisse dieser Forschungsverbünde für die großen Volkskrankheiten der Inneren Medizin im klinischen Alltag vermitteln. Dabei wird der praxisnahe Bezug im Vordergrund der Themenauswahl stehen.
Dem Hauptleitthema des Kongresses „FORSCHUNG WIRD ZU MEDIZIN“ folgend, wird in den Hauptthemen ärztliche Fortbildung auf höchstem Niveau angestrebt.
Neben den Veranstaltungen der Partnergesellschaft Bund Deutscher Internisten (BDI) werden die verschiedenen regionalen Gesellschaften für Innere Medizin und die Schwerpunktgesellschaften klinisch relevante Fortschritte auf ihrem jeweiligen Gebiet darstellen. Wie bei wichtigen internationalen Kongressen, wo „A Year in Review“ etablierte Veranstaltungen sind, hat sich auch beim DGIM Kongress die Darstellung der Jahreshighlights bewährt, in denen Fortschritte aus den Schwerpunktgesellschaften berichtet werden.

Die Hauptthemen des Kongresses umfassen:

1. Infektionskrankheiten
2. Viszeralmedizin
3. Metabolisches Syndrom,
Adipositas, Ernährungsmedizin
4. Interdisziplinäre Onkologie
5. Internistische Intensiv- und
Notfallmedizin
6. Transplantationsmedizin
7. Grenzgebiete der Inneren
Medizin
8. Prävention

1. Infektionskrankheiten

Infektionskrankheiten sind in den Tropen Haupttodesursache, vor allem die infektiösen Diarrhoen. Bei uns stehen zurzeit Infektionen bei immunsupprimierten Patienten im Vordergrund. „Klassische Infektionskrankheiten“ wie Tuberkulose, Hepatitis, HIV bedürfen ebenso einer aktuellen Betrachtungsweise wie auch „Emerging Infections“, die gerade in den letzten Jahren das Gesundheitssystem vor große Herausforderungen gestellt haben. Beispiele sind die EHEC Epidemie des Jahres 2012 in Norddeutschland, die H1N1 Pandemie 2009/10 oder die wenige Jahre zurückliegenden Ausbrüche von SARS.

2. Viszeralmedizin
In den letzten Jahren sind die Gastroenterologie und die Viszeralchirurgie immer näher aneinander gerückt und zu engen Partnerdisziplinen geworden, die gemeinsam die Viszeralmedizin vertreten. Diese Entwicklung hat auch dazu geführt, dass die Jahreskongresse der Deutschen Gesellschaft für Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS) und der Deutschen Gesellschaft für Viszeral- und Allgemeinchirurgie (DGAC) gemeinsam am selben Ort stattfinden. Viszeralmedizin ist auch ein Gebiet, auf dem sich die minimal invasive Chirurgie mit der interventionellen Endoskopie des Gastroenterologen begegnen.

3. Metabolisches Syndrom,
Adipositas, Ernährungsmedizin
Die Verbreitung des Übergewichts und der Adipositas wie eine Seuche hat noch kaum absehbare gesundheitspolitische Folgen.
Das metabolische Syndrom, der Diabetes mellitus, die Herzinsuffizienz und die degenerativen Erkrankungen des Gelenkapparates erfordern eine multidisziplinäre, vor allem aber interdisziplinäre Herangehensweise. Therapeutisch sind die Ernährungsmedizin und eine grundlegende Umstellung der Lebensgewohnheiten ein wesentlicher Bestandteil eines solchen Konzeptes. Im Zentrum steht jedoch auch hier die Innere Medizin.

4. Interdisziplinäre Onkologie
Bedingt durch die Zunahme des Alters der Bevölkerung nehmen onkologische und kardiovaskuläre Erkrankungen einen immer breiteren Raum als Todesursache ein. 50% werden an Tumorerkrankungen und 30% an kardiovaskulären Erkrankungen versterben. Prävention und Früherkennung sind in der Onkologie größte Priorität, aber im Alltag oft nicht realisierbar. Gerade in der Onkologie haben sich die Prinzipien der gezielten Therapie, der „Targeted Therapies“, in enger Kooperation vor allem mit der Histopathologie entwickelt. Die Fortschritte bei der Behandlung der Lungentumoren wäre ohne die enge Kooperation mit der Partnerdisziplin Pathologie nicht denkbar. Es geht darum, für den individuellen Patienten die richtige Therapie zum richtigen Zeitpunkt festzulegen. Dies ist in Anbetracht der hohen Kosten innovativer Therapien und der signifikanten Nebenwirkungen eine conditio sine qua non.

5. Internistische Intensiv- und
Notfallmedizin
Die internistische Intensiv- und Notfallmedizin ist häufig für die intensivmedizinische Betreuung der Patienten verantwortlich. Die Fort- und Weiterbildung in Internistischer Intensivmedizin erfreut sich auch deshalb zunehmender Bedeutung, da in Zukunft nur noch Krankenhäuser mit einem Arzt mit der Zusatzweiterbildung Intensivmedizin intensivmedizinische DRGs abrechnen dürfen. Ein weiterer nahezu eigenständiger Bereich stellt die Notfallmedizin dar, dies betrifft neben der Beteiligung am Notarztsystem die Führung zentraler Notaufnahmen und Notaufnahmestationen.

6. Transplantationsmedizin
Mehrere Schwerpunkte der Inneren Medizin sind mit der Transplantationsmedizin befasst. Dabei unterscheiden sich die Probleme der hämatopoetischen Stammzelltransplantation wesentlich von denen der Transplantation solider Organe, wie Leber, Niere, Pankreas, Herz und Lunge. Bei den soliden Organen sind die Spenderauswahl, die Immunsuppression und ihre Komplikationen, die Rekurrenz von Grundkrankheiten und vor allem die Linderung des Organmangels Brennpunkte, die auch vom niedergelassenen Internisten außerhalb der Transplantionszentren Grundkenntnisse verlangen.

7. Grenzgebiete der Inneren
Medizin
Die Innere Medizin betrachtet sich selbst zwar manches Mal – möglicherweise zu Unrecht – als die Mutterdisziplin der gesamten klinischen Medizin. Die DGIM schätzt jedoch die unverzichtbare Zusammenarbeit mit ihren Partnergebieten, Beispiele sind die Pathologie, die Chirurgie, die Radiologie, die Nuklearmedizin, die Neurologie und auch die Pädiatrie. Ein unterschätzter Spezialbereich ist die Betreuung von Patienten mit chronischen Erkrankungen, welche aus der Kindermedizin in die Erwachsenenmedizin wechseln – ein Beispiel ist die Transition von Patienten mit chronisch entzündlichen Darmerkrankungen. Besondere Herausforderungen stellen Gebiete wie die Mukoviszidose dar, da Patienten in früheren Jahren nur selten das Erwachsenalter erreichten. Die Geriatrie wird zu einem immer bedeutsameren Teil der Inneren Medizin. Hier ist die Nähe zur Neurologie bezogen auf neurodegenerative Erkrankungen besonders intensiv. Das Prinzip der „Targeted Therapy“ und der personalisierten Medizin, d. h. der Beschränkung teurer und nebenwirkungsreicher Therapien maßgeschneidert auf Patienten, die davon in besonderer Weise profitieren, kommt aus der Onkologie. Diese Entwicklung hat in der Onkologie ihren Ausgang genommen, aber ist inzwischen auch in anderen Bereichen der Inneren Medizin weit verbreitet.

8. Prävention
Mehr als bisher muss die Innere Medizin Präventionsstrategien für die verschiedenen Krankheitsbilder entwickeln, sonst bleibt nur die Progressionshemmung. Bespiele sind die Prävention von Krankheiten durch nationale Impfstrategien und Screeningmaßnahmen bei Risikogruppen.

Dem Leitthema des DGIM Kongresses 2014 „FORSCHUNG WIRD ZU MEDIZIN“ folgend wird in interdisziplinär angelegten Symposien auf Innovationen und Neuerung zur Therapie Internistischer Krankheitsbilder eingegangen. Dabei werden aktuelle Neuzulassungen innovativer Medikamente einer kritischen Bewertung unterzogen. Hierzu gehört auch die Diskussion quantifizierbarer patientenrelevanter Endpunkte bei Zulassungsstudien für Arzneimittel, wie vom gemeinsamen Bundesausschuss (GBA) als Konsequenz des Arzneimittelneuordnungsgesetzes „AMNOG“ gefordert.

Immer schon ist es der DGIM ein großes Anliegen, den wissenschaftlichen Nachwuchs zu fördern. Die Innere Medizin muss als Königsdisziplin weiterentwickelt werden, dazu gehört es auch, sie für Studenten und Berufsanfänger attraktiv zu halten. Eine besondere Herausforderung stellt dabei der zunehmende Anteil des weiblichen wissenschaftlichen Nachwuchses dar. Auf dem DGIM Kongress 2014 wird erneut das Forum für junge Mediziner „Chances“ für Assistenten in der Weiterbildung und Medizinstudenten die Möglichkeit geben, über wissenschaftliche, berufspolitische und alltägliche Fragen miteinander zu diskutieren und sich mit erfahrenen Kollegen der Inneren Medizin auszutauschen. So können sie erfahren, wie attraktiv das Fach Innere Medizin einschließlich seiner Schwerpunkte ist. Eine besondere Note stellt hierbei nicht nur die Zunahme des weiblichen Nachwuchses dar, sondern auch die Tatsache, dass Deutschland sich zunehmend internationalisiert. Im Rahmen des Programms „Chances“ wird speziell eine Erfahrungsaustauschbörse für Assistenten eingerichtet, die ihre Weiterbildung in Innerer Medizin und ihren Schwerpunkten aus dem Ausland kommend in Deutschland suchen oder bereits erhalten. Auch sie haben spezielle Probleme, die gemeistert werden müssen.

Während die DGIM sich immer schon um den wissenschaftlichen Nachwuchs gekümmert hat und diese Bemühungen intensiviert, muss sie sich auch um Mitglieder in anderen bisher vernachlässigten Bereichen intensiv kümmern. Wenn Mitglieder der DGIM sich als Oberärzte um eine leitende Position in einem Krankenhaus bemühen, fühlen sie sich oft mit ihren Problemen und Fragen bei Berufungsverhandlungen bezogen auf die Ausstattung und die Vertragsgestaltung alleine gelassen. Deshalb wird auf diesem Kongress, DGIM 2014, ein besonderes Symposium stattfinden mit dem Thema: „Wie werde und wie bleibe ich Chefarzt?“. Bei diesem Symposium werden Klinikumsvorstände und ärztliche Direktoren von Universitätskliniken, kommunalen Krankenhäusern und Krankenhäusern in privater Trägerschaft gemeinsam diskutieren, wie Fachärzte und Oberärzte auf die neuen Aufgaben als leitende Krankenhausärzte in der Gegenwart vorbereitet werden können.
In der Regel sind es weniger die fachlichen, sondern mehr die ökonomischen Managementaufgaben, die in dieser Phase des Berufslebens DGIM Mitglieder vor Probleme stellen.
Die Jahrestagung unserer wissenschaftlichen Fachgesellschaft DGIM bietet traditionell viel Raum für die Präsentation aktueller Forschungsergebnisse in den Postersitzungen, die ja gerade für den Nachwuchswissenschaftler gestaltet werden. Deshalb möchte ich heute alle einladen und ermutigen, zahlreiche Abstracts einzusenden, unter Einschluss origineller Kasuistiken, aber auch die besten wissenschaftlichen Originaldaten vorzustellen. Attraktive „Young Investigator Awards“ werden für die besten eingereichten und in einer speziellen Sitzung oral präsentierten Abstracts verliehen und sollen die Entscheidung zur Einsendung eines Abstracts zur DGIM Jahrestagung erleichtern. Darüberhinaus gibt es weitere attraktive Posterpreise, ausgewählt von den Vorsitzenden der jeweiligen Postersitzungen.

Der Vorstand und die Geschäftsstelle der DGIM sowie das Kongressteam 2014 freuen sich, Sie zum 120. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin nach Wiesbaden einzuladen. Die klinischen und wissenschaftlichen Programmpunkte werden in diesem Jahr von einem Patiententag und von zahlreichen attraktiven gesellschaftlichen Rahmenveranstaltungen flankiert werden.

Ich lade Sie herzlich ein zur DGIM Jahrestagung – „dem Internistenkongress“ – nach Wiesbaden im Frühling 2014

Ihr

Univ.-Prof. Dr. med. Michael P. Manns